Hightech-Branche

Hightech-Branche

Die Käufer sehen naturgemäß nur das fertige Ergebnis, wenn es um die Elektronikbranche geht. Doch dahinter stehen Prozesse und Entwicklungen, die einem rasanten Tempo und einem enormen Druck ausgesetzt sind. Denken wir an „die gute alte Zeit“ zurück, waren die Produkte der Elektronikbranche technisch übersichtlich, und dennoch erfüllten sie ihren Zweck. Heute reichen die technischen Möglichkeiten von damals nicht einmal aus, um auch nur zu einem Brainstorming zusammenzukommen. Die Technologien sind heute komplex geworden, die Innovationszyklen lösen sich schnell gegenseitig ab, während die Themen Konsolidierung und Outsourcing parallel dazu an Bedeutung gewonnen haben.

Hinzu kommen Schwierigkeiten, die mit hohen Ausfallraten zusammenhängen, die ihrerseits die Folge von Mängeln der Qualität sind. Hohe Ausfallraten, organisatorische Herausforderungen und kurzfristige konzeptionelle Veränderungen während der Entwicklungsprozesse machen die Arbeit nicht leichter. Last but not least stellt der Produktlebenszyklus in der Elektronikbranche ein weiteres Problem dar, da dieser teilweise nicht über einen Zeitraum von einem Jahr hinausreicht. Das schafft zusätzlichen Druck in Unternehmen.

Lösungsmöglichkeiten:

Die Elektronikbranche hat durchaus die Notwendigkeit erkannt, die Fertigung der Produkte vollautomatisiert zu organisieren. Dabei geht es um die einzelnen Komponenten ebenso wie um die Ebene der Bestückung. Immer wieder stiefmütterlich behandelt wird dagegen die vollständige Dokumentation der Prozesse. Es ist von großer Bedeutung, dass sämtliche Prozesse und Arbeitsschritte innerhalb der Produktion genauestens dokumentiert werden, um so kurz- und langfristig dazu Zugang zu haben und entsprechende Auswertungen vornehmen zu können.

Effizienz durch MES-Software:

Je höher die Fehlerquote innerhalb des Produktionsprozesses ist, desto größer das Risiko finanzieller Verluste und Wettbewerbsnachteile. Daher gehört zu den Kernaufgaben einer MES-Software die Überwachung aller Prozesse und Arbeitsschritte, die Dokumentation darüber und das Erarbeiten kurzfristiger Lösungen. Im besten Fall wird die Fehlerhäufigkeit schon im Vorfeld reduziert, weil Fehlerquellen rechtzeitig entdeckt und behoben werden können.

Für das Management ist es wichtig, ein Größtmaß an Transparenz zu erhalten, die MES-Software muss also helfen, klare Analysen betreiben zu können und Abweichungen von den Zielvorgaben und Fehler zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dies geschieht am besten in Zusammenarbeit mit bereits vorhandenen Systemen wie beispielsweise einer ERP-Software. So wird nicht nur die Produktion als solche optimiert, auch das Risikomanagement wird unterstützt, und nicht zuletzt lässt sich die Rechtssicherheit bei der Produkthaftung deutlich erhöhen.